Die Bedeutung von guter Ernährung kann gar nicht überschätzt werden. So wurden z.B. bei einem Test in Chile motorische, sprachliche und persönlich-soziale Fähigkeiten sowie Anpassungsfähigkeit untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Kinder mit den schlechtesten Ergebnissen auch am schlechtesten ernährt waren.
Der Grundstein zu diesen Defiziten wird oft bereits im Mutterleib gelegt. Aus übermäßigen Alkohol- oder Nikotin-Genuss während der Schwangerschaft resultieren oft geistig zurückgebliebene Kinder. Dies mag sich nicht sofort bemerkbar machen. Später werden jedoch mitunter Hyperaktivität und bleibende Lernprobleme auftreten.
Ernährung
Bereits im Jahre 1972 hatte der amerikanische Arzt Dr. Ben Feingold beobachtet, dass Kinder bei der Umstellung ihrer Ernährung ihr Verhalten veränderten.
Nach unseren Erfahrungen kann man durch gezielte Ernährung wie z.B. Reduzierung von Zucker bei ADD-Personen sicherlich in vielen Fällen eine Besserung herbeiführen, wobei auch die Möglichkeit besteht, die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln zu testen.
Wenn man mit Diät versucht, ADD-Kinder zu normalisieren, so ist es äußerst wichtig, dass die Diät hundertprozentig konsequent eingehalten wird. Und daran scheitern die meisten Diätversuche!
Wenn Sie herausfinden möchten, ob und wie Ihr Kind auf Nahrungsmittel reagiert, sollten Sie dies am besten mit einer sog. "provokativen Diät" versuchen.
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Provokative Diät
Viele Nahrungsmittel lösen Reaktionen aus, die sich nicht nur in Allergien, sondern auch im psychischen Bereich manifestieren können.
Heute weiß man, dass Migräne, Depressionen und Verhaltensstörungen im engem Zusammenhang mit allergischen Reaktionen stehen können. Es können auch Gehirnfunktionen beeinträchtigt sein, indem Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen sowie Seh- und Hörstörungen den "allergischen" Menschen in seiner geistigen Leistungsfähigkeit und seelischen Verfassung schwer beeinträchtigen.
Das Herausfinden kann entweder durch einen Arzt durch Lebensmitteltestungen oder zu Hause durch eine sog. provokative Diät erfolgen.
Dafür lassen sich folgende Leitlinien als Ernährungsempfehlung aufstellen:
- Die Nahrung sollte möglichst naturbelassen und vollwertig sein.
- Die Nahrung sollte säurearm sein.
- Die Nahrung sollte möglichst allergenarm bzw. allergenfrei sein.
Wie machen Sie weiter?
In der daran anschließenden zweiten Phase wird getestet, auf welche provokanten Nahrungsmittel der Körper reagiert , indem der Nahrung systematisch Allergene hinzugegeben werden. Wenn der Körper nicht reagiert hat, gibt man nach jeweils weiteren 3 Tagen wieder ein sog. provokantes Nahrungsmittel hinzu.
Wenn der Körper reagiert, muss man warten, bis die Reaktion wieder abgeklungen ist.
In der dritten Phase kann dann eine individuell zusammengestellte sog. Allergen-Karenzkost zusammengestellt werden, die der Patient verträgt.
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Die Wirkungen des Nahrungsphosphats
Aus dem Phosphat-Übergewicht resultieren Muskelfunktionsstörungen und auch Koordinationsstörungen, die sich z.B. auf die Funktion der Augenmuskulatur auswirken können. Die davon Betroffenen sind außerstande, die Augen auf einen Punkt zu zentrieren und schauen "blicklos" mit zwei parallel gestellten Pupillen in die Ferne. Sie nehmen nichts war, sie sehen und hören nicht und man muss sie regelrecht aufwecken.
Gleichzeitig mit der Augenfunktion kann auch die sprachbildende Muskulatur behindert sein, weshalb Sprach- und Schreibstörungen fast immer mit Legasthenie einhergehen.
Beim ADD-Kind ist offenbar die Freisetzung von Noradrenalin behindert bis blockiert.
Daraus ließe sich die Legasthenie, die bei ADD Kindern häufig auftritt, als eine chemische Gesamtbehinderung des Lesesystems erklären.